Wie man in Europa die Babys begrüßt – Babybräuche und Traditionen rund um die Geburt

In so gut wie allen Ländern dieser Welt werden Babys auf besondere Art begrüßt, wenn sie auf die Welt kommen. Es gibt zahlreiche Traditionen und Bräuche, die sich von Land zu Land und manchmal sogar von Region zu Region unterscheiden. Wir haben für diesen Artikel einmal verschiedene Babybräuche aus ganz Europa zusammengetragen. Welche davon hast du schon gekannt?

Du hast vielleicht schon verschiedene Traditionen in Urlaubsländern kennengelernt. Schaue dich das nächste Mal, wenn du im Land bist, genau um – und wenn du vorher noch Tipps brauchst, um die richtige Sprachschule zu finden, dann bist du auf unserer Internetseite genau richtig.

Babybräuche in Deutschland

Nicht nur in Deutschland erfreut sich der Brauch des Babybaumpflanzens wachsender Beliebtheit. Wenn also ein Baby geboren worden ist, pflanzt man im Garten der Eltern einen sogenannten Lebensbaum. Dieser wächst dann zeitgleich mit dem Kind.

Ebenfalls in Deutschland bekannt ist der Brauch des sogenannten Babypinkelns. Dabei wird die Ankunft des neuen Erdenbürgers gefeiert und kräftig getrunken. Auch in Österreich ist dieser Brauch bekannt.

Immer mehr in Deutschland zu finden ist auch der Babybrauch, einen Storch vor dem Haus des neugeborenen Kindes aufzustellen. Dieser Storch bleibt so lange stehen, bis sich die frischgebackenen Eltern in das neue Leben eingewöhnt haben, dann wird der Storch wieder abgeholt. Aufgestellt wird er übrigens von Freunden oder Bekannten.

In Bayern werden am Haus des Neugeborenen Dosen oder Lumpen aufgehängt, um zu zeigen, welches Geschlecht das Baby hat. In Städten ist dieser Brauch nicht mehr so üblich, aber auf Dörfern hat er durchaus noch seine Berechtigung.

Ein schöner Brauch ist auch, eine Erinnerungskiste für das Baby anzulegen. Darin werden beispielsweise Mutterpass, der erste Schnuller, die ersten Schuhe, selbstgemalte Bilder, Fotos und so weiter aufbewahrt und dem Kind zum 18 Geburtstag geschenkt.

Häufig sieht man in Deutschland auch gespannte Wäscheleinen mit Babykleidung vor den Häusern hängen. Daran können auch alle Vorbeigehenden erkennen, dass in diesem Haus ein Baby geboren worden ist.

Babybräuche in Italien

In Italien ist der Brauch, sich zu bestimmten Zeiten rot zu kleiden, auch allgemein nicht unbekannt – man denke nur einmal an die rote Unterwäsche zu Silvester. Aber auch Babys werden gerne rote Kleidungsstücke angezogen. Die Farbe Rot soll in diesem Fall den bösen Blick abwenden.

Ebenfalls in Italien hast du vielleicht schon an manchen Häusern rosa oder hellblaue große Schleifen an den Häusern gesehen. Auch das ist ein Zeichen für ein Baby im Haus.

Babybräuche in Spanien

Auch in Spanien werden die Babys rot angezogen. Wie schon in Italien soll die Farbe Rot auch in diesem Fall den bösen Blick abwenden.

In Castrillo de Murcia in Spanien springen einmal im Jahr, und das schon seit 1620, als Teufel verkleidete Männer über eine Matratze, auf der neugeborene Babys liegen. Man sagt, dass dieses Ritual die Kinder vor Unheil und vor Krankheit schützt.

Babybräuche in Frankreich

In Frankreich bekommen so gut wie alle Babys schon seit Jahrzehnten eine Quietschegiraffe geschenkt. Diese Giraffe heißt Sophie und ist in Frankreich eines der beliebtesten Babygeschenke überhaupt. Komischerweise ist diese Giraffe im Ausland so gut wie überhaupt nicht bekannt.

Wer in Frankreich eine Familie mit einem Baby besucht, bekommt von den Eltern fünf Zuckermandeln geschenkt. diese sind rosa bei einem Mädchen und hellblau bei einem Jungen. Diese Mandeln sind Symbole für Gesundheit, Fruchtbarkeit, ein langes Leben, Glück und Wohlstand.

Babybräuche in Russland

In Russland hat sogar die Krankenschwester etwas von den Babybräuchen. Der Vater des Kindes gibt nämlich der Krankenschwester, die ihm das erste Mal sein Kind gibt, ein bisschen Geld. Natürlich ist das kein großer, sondern nur ein kleiner Betrag, der dem Kind Glück im Leben bringen soll.

Babybräuche in Österreich

In Tirol machen die Hochzeitsgäste nach der Geburt einen Antrittsbesuch und bringen stärkende Speisen mit. Dieses Ritual nennt sich “Weisat” und damit bedanken sich die Hochzeitsgäste im Nachhinein für das Hochzeitsessen. Wie auch in Deutschland wird auch in Österreich ein Umtrunk abgehalten, bei dem richtig viel getrunken wird. Früher war das nur üblich in einer Gruppe von Männern, heutzutage nehmen aber auch Frauen daran teil.

Babybräuche in den Benelux-Ländern

In den Benelux-Ländern wird an die Besucher, die nach der Geburt Geschenke vorbeibringen oder gratulieren, sogenannter Geburtszucker verteilt. Dabei handelt es sich nicht um richtigen Zucker, sondern um Mandeln oder Schokolade, die mit farbiger Zuckerglasur überzogen sind.

In den Niederlanden wird den Besuchern nach der Geburt des Kindes gerne Zwieback serviert, der mit rosa und hellblauem Zucker und Anisstreuseln bestreut ist.

 

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